Ein Ausflug mit Kindern

Ein Ausflug mit Kindern verdient eine gute Planung. Sonst wird es anstrengend … Deshalb gilt es natürlich, zuerst einmal klug auszuwählen. Welche Ausflugsziele mit Kindern gibt es? Geht es um Wandern mit Kindern, muss noch mehr abgeklärt werden. Route, Dauer, Belohnung am Ziel, Abkürzungen?

  1. Region Murtensee? Dann ist das Papiliorama ein Muss!
  2. Ausflug mit Kindern ins BirdLife Naturzentrum La Sauge
  3. Region Murtensee: Keine Ausflüge mit Kindern ohne Badeplausch
  4. Ausflüge mit Kindern an den Neuenburgersee
  5. DAS Ausflugsziel für adrenalinliebende Kindern: Payerneland
  6. Schwarzsee: Ideal für Ausflüge mit Kindern
  7. Les Paccots: Fast-Geheimtipps für Familienausflüge
  8. Romont: Hochburg der Glaskunst
  9. La Gruyère, bekannt auch als Greyerzerland
  10. Ein Hauptstadt-Ausflug mit Kindern?

Region Murtensee? Dann ist das Papiliorama ein Muss!

Ein Ausflug mit Kindern? Die wollen sich bewegen, etwas sehen und aktiv erleben. Das Papiliorama in Kerzers bietet all das. Und – unter uns gesagt – das Beste: Auch wir Erwachsenen langweilen uns dort nicht! Und ‘Ausflug’ findet wortwörtlich tausendfach statt. Bunte Schmetterlinge und unglaublich grosse Falter tanzen durch die feuchte Luft des Tropengartens. Fast eine Fata Morgana! Und überhaupt, wo sind wir hier? Es ist so heiss …

© Papiliorama

Das Papiliorama ist ein wunderbares Ausflugsziel mit Kindern. Drei Erlebniswelten sind zu entdecken: Das Papiliorama, das Nocturama und ein Dschungeltrek. 

Im Papiliorama (papilio = lateinisch für Schmetterling, Falter) ist der Name Programm. Über 70 Arten dieser tropisch-bunten Schmetterlinge oder tarnfarbenen Falter umschwirren uns, über 1000 sollen es sein! Kleine Weglein führen durch das exotische Pflanzen-Dickicht dieses 1200 m2 grossen Doms. Wir fühlen uns wie Abenteurer.

Die Dschungel-Vegetation mit Blüten, Riesenblättern und Palmen ist atemberaubend, da und dort tropft Wasser von einem Ast, es gibt Wasserbecken mit Rochen und Tropenfischen und Tränken für Libellen, Falter und Kolibris. Überall Leben!

Die schillerndsten Schmetterlinge tanzen wie Ballettköniginnen durch die Luft, unübersehbar! Doch spannend ist es, auch mal innezuhalten und den Blick ruhen zu lassen: „Da ist ein riesiger Falter!“, schreit ein Fünfjähriger ganz entzückt. Tatsächlich! Bestens getarnt und grösser als eine Kinderhand hängt ein Falter am Baumstamm. Übrigens sind auch die Eier, Raupen und Puppen, also die anderen Stadien der Schmetterlinge und Falter, faszinierend zu beobachten. In der Zuchtstation sieht man alles ganz genau. Vielleicht schlüpft grad einer?

Das Nocturama ist das Reich der nachtaktiven Bewohner des Tropenwaldes. Diesen Teil des Ausflugs mögen Kinder ganz besonders, vielleicht auch, weil es ein wenig unheimlich ist hier? In der Vollmond-Stimmung begegnet man sehr mysteriösen Tieren, überall kreucht, fleucht und hängt etwas, aber was? Fledermäuse fliegen tief über den Teich, huch, sie scheinen mich fast zu streifen! Bald haben sich die Augen an die Beinahe-Dunkelheit gewöhnt. Wer entdeckt zuerst ein Faultier, den Waschbären oder die nachtaktiven Affen?

© Papiliorama

Der Jungle-Trek ist mein Lieblings-Dom. Ich war mal in Belize, diesem kleinen Land an der zentralamerikanischen Karibikküste … Nun finde ich mich also in einer exakten Kopie von Shipstern wieder, einem artenreichen Schutzgebiet in Belize, welches vom Papiliorama seit 1989 geführt und ermöglicht wird.

Der Trek führt durch üppigen Tropenwald, geheimnisvoll verspiegelten Mangrovensumpf und über eine Panoramabrücke, von wo man Einblick ins Leben in den Baumkronen erhascht. Canopy Tour! Die fischreichen Gewässer, die Lianen, die Töne aus unsichtbaren Kehlen, ich fühle mich im Urwald von Belize! Weniger scheu als in der Wildnis sind die Regenbogentukane, die Grünhäher und Schwarzen Leguane …  

Eigentlich war dieser Tagesausflug mit Kindern für eben diese gedacht. Ob meiner eigenen Begeisterung hab ich diese beinahe vergessen, doch sie verweilen bei den Gehegen mit den Nasenbären und Pekaris und Co.

© Papiliorama

A propos Kinder: Das Papiliorama eignet sich auch zur Durchführung von Kindergeburtstagen, das Geburtstagskind bekommt dabei eine Extra-Begegnung mit seinem Lieblingstier. Was wäre wohl Deins?

Ausflug mit Kindern ins BirdLife Naturzentrum La Sauge

Ein schönes Ausflugsziel mit Kindern ist das BirdLife-Naturzentrum La Sauge. Dieses liegt an der südöstlichen Ecke der Grande Cariçaie am Broyekanal, der den Neuenburgersee mit dem Murtensee verbindet. Man kann ab Murten, Biel oder Neuchâtel mussevoll mit dem Schiff bis zur Haltestelle La Sauge und damit zum Eingang fahren.

Doch für heute nehmen wir die Fahrräder (können beim Bahnhof Murten gemietet werden) und sausen ab Murten auf dem flachen Veloweg Nr. 44 zuerst nach Kerzers. Dort durchstreifen wir auf dem Veloweg „Gemüsepfad“ die wichtigste Gemüsekammer der Schweiz. Über 40 Gemüsearten gedeihen hier auf dem sogenannten Grossen Moos. Ab Ins folgen wir der Signalisation „La Sauge“. Man kann auch den Plan konsultieren.

Wir haben das Ziel unseres heutigen Ausflugs mit Kindern erreicht, eine gute Stunde Velofahrt liegt hinter uns. Im Eingangsbereich des Naturzentrums La Sauge ist die Ausstellung „Singen wie die Vögel“ (bis 23. Oktober 2022) ein Erlebnis. Es gibt nicht nur Informationen und Hörproben, man kann sich auch selbst im Balzgesang oder im Lockruf versuchen. Lachsalven sind garantiert!

© Fribourg Re

Hinter der Kassa sind auf einer Tafel die Vögel aufgelistet, welche an diesem Tag in La Sauge bereits gesichtet wurden. Wow! Das ist vielversprechend, mal sehen, was wir erspähen! Wer kein Fernglas mit dabei hat, mietet hier eines, es lohnt sich!

Der Beobachtungsrundgang führt Richtung Schilf und Auenwald. Ein erster Stopp erfolgt nach wenigen Schritten beim Schulweiher. Hier studieren wir die Infotafel über Libellen. Und wie zur Bestätigung, dass wir hier richtig sind, schwirrt eine Blaugrüne Mosaikjungfer an uns vorbei, eine besonders prächtige Edellibelle! Über die App Libellul’ID kann man mehr erfahren, allerdings nur auf Französisch.

Es geht weiter. Die Kinder sind vorangestürmt und haben bereits die hölzerne Beobachtungshütte beim „Petit Etang“ betreten. Ein Schlitz in der Fassade gibt den Blick frei aufs Wasser. Die Kinder sind fasziniert von den zwei Fotografen in Tarnkleidung, welche ihre riesigen Kameras bereithalten und geduldig aufs Erscheinen des Publikumslieblings warten.

Im modrig-grünen Wasser spiegeln sich Wolken, hohe Eschen, Schilf, Totholz im Wasser und einzelne Seerosen. Und dann, Auftritt des azurblau bis türkis schimmernden Eisvogels! In elegantem Halbkreis fliegt er auf uns zu und dreht dann ab, so dass wir auch seinen orangefarbenen Bauch würdigen können. Sternstunde am Teich! Und das war erst die erste Hütte …

Ich bin sicher, die Macher dieses didaktischen Rundgangs sind Profis im Aushecken von Ausflügen mit Kindern! Kein Wunder, tauchen hier auch Dutzende von Lehrern mit ihren Schulklassen auf.

Wann sind welche Vögel hier?

Welches ist denn eigentlich die beste Jahreszeit für einen Besuch in La Sauge? Diese Frage hat das BirdLife-Team natürlich schon oft gehört. Einer der Guides erklärt: „Es gibt immer etwas zu sehen, sofern man sich die Zeit dazu nimmt. Im Frühling ist der Balzgesang besonders attraktiv. Ende Juni bis anfangs Juli lassen sich Durchzügler beobachten: So machen etwa Flussregenpfeifer, Bruchwasserläufer, Kampfläufer und andere Schnepfenvögel hier einen kurzen Halt.

Und last but not least ist noch einmal der Eisvogel zu erwähnen, der im August hier die letzte seiner bis zu drei Bruten pflegt. Der wunderbare Eisvogel ist schliesslich das Maskottchen von La Sauge!“

Region Murtensee:
Keine Ausflüge mit Kindern ohne Badeplausch

Wer Ausflüge mit Kindern plant, sollte ein wenig schlau sein, gewieft kombinieren und stets auch die Badesachen einpacken. In der Region Murtensee ist dies besonders dankbar, denn es gibt viele coole Badis und naturnahe Strände. Diese stellen quasi die Belohnung nach dem Kulturprogramm oder nach der Wanderung mit den Kindern dar.

Zwei smarte Kombinationen für erfolgreiche Ausflüge mit Kindern:

1) Murten mit Ringmauern und Strandbad

Erkundung des Stedtli Murten über die mittelalterlichen Ringmauern. Steile Treppen führen auf die Ringmauern, dort läuft man hoch über den Gärten der Altstadt und geniesst Fernsicht bis weit über den Murtensee. Die Wehrtürme, einst auch als Kerker verwendet, entfachen die Phantasie. Beinahe hört man die Wachen mit den Eisenketten klimpern. Bei kleinen Entdeckern beliebt sind auch der Bergfried des Schlosses Murten und die Kanone im Innenhof. Man darf alles anfassen.

© Pascal Gertschen

Damit ist das Kulturprogramm abgeschlossen, die kleinen Ritter und Burgdamen wollen ans Wasser. Das Strandbad Murten liegt ganz nah und direkt am See, in drei Minuten sind wir da. Natürlich kann man im 50-Meter-Becken langweilige Längen schwimmen oder im Planschbecken die Füsse abkühlen, etc. Die coolen Kids aber zieht’s auf die Racer-Rutsche mit ihren drei Bahnen und insgesamt 60 Metern. Deshalb sind wir doch hier, oder?

2)  Vully-Grotten und Baden im See

Die Grotten von Lamberta oberhalb des Winzerdorfs Môtier und des Murtensees erreicht man nach einem Spaziergang. So weit, so langweilig! Der Reblehrpfad mit Infos über die Weine des Vully-Weingebiets interessiert die Kids nicht, dass hier der Historische Pfad vorbeiführt ebenso wenig wie die Aussicht über den Murtensee bis zu den Schneegipfeln der Berner Alpen. Es ist heiss, es geht aufwärts, wann sind wir endlich da?

© Murten Tourismus

Doch am Ziel dieses Ausflugs mit Kindern sind alle happy. Ja, die Vully-Grotten haben die Soldaten im 1. Weltkrieg sehr gut gemacht, 200 Meter Stollen, Gänge und Höhlen in den Sandstein gegraben, und wozu? Zum Zeitvertreib, wie böse Zungen behaupten oder tatsächlich zur Verteidigung des Schweizer Mittellandes? Egal, heute ist die ganze Anlage ein super-cooler Spielplatz, die Kinder spielen ihre eigene Geschichte hier, und das stundenlang.

Danach sind sie schön staubig, ein wenig müde, aber glücklich. Reif für den Strand! Damit die kleinen Schmutzfinke raschmöglichst und schadlos ins Wasser kommen, empfehle ich das Strandbad von Praz. Dieses liegt gleich neben der Schiffsanlegestelle und dem Restaurant Bel-Air, es gibt Duschen und einen Spielplatz. Rund um den Murtensee locken weitere schöne Strände und Strandbäder.

Ausflüge mit Kindern an den Neuenburgersee

Längst hat es sich herumgesprochen: Am Südufer des Neuenburgersee liegen einige der schönsten Sandstrände der Schweiz. Feinsandig, naturnah, mit Blick aufs türkisfarbene Wasser, einfach ein Badeparadies und Abenteuerland! Wasserratten finden an der Nouvelle Plage in Estavayer-le-Lac beim Wassersportzentrum Alphasurf ihr Glück. Adrenalin pur gibt’s am 800 Meter langen Wasserskilift, aber auch mit Kanus, Stand-Up-Paddels oder einem Pedalo ist viel Ferienspass möglich.

© Pascal Gertschen

In Portalban und Gletterens durchquert man den dichten Schilfgürtel über Holzstege, um zu den Sandstränden zu gelangen. Das lohnt sich, auch für einen Ausflug mit Kleinkind.

Weg will man hier eigentlich nicht mehr, ausser man hat im Pfahlbaudorf von Gletterens einen Schlafplatz im Tipi oder im Lederzelt reserviert. Das ist dann natürlich cool. Nicht nur erlebt man hautnah, wie die ersten Siedler in Häusern aus Lehm und Stroh am Seeufer wohnten, man kann sich auch im Speerwerfen oder Feuerschlagen oder Töpfern üben. Und man hat garantiert etwas zu erzählen daheim! Oder im Geschichtsunterricht …

© Estavayer-le-Lac / Payerne Tourisme

Mobil mit dem Velo

Ein Tipp für diese Art Ausflüge mit Kindern: Um maximal flexibel zu sein, nimmt man am besten die Velos mit oder mietet solche. Das Gebiet ist weitgehend flach, wunderbar vielseitig und hat ein gut ausgebautes Velowegnetz. Dann kann man zwischen Pfahlbaudorf und Strand hin- und herflitzen, bequem die Beobachtungstürme und -stege im Naturschutzgebiet Grande Cariçaie erreichen oder auch mal das mittelalterlich anmutende Städtchen Estavayer-le-Lac erkunden.

Dort gibt’s in einem Haus von 1408 bekanntlich das skurrile Fröschemuseum! 108 ausgestopfte Frösche in satirischen Szenen aus dem Alltag des 19. Jahrhunderts warten auf die Bewunderer. Na ja, einmal im Leben!

DAS Ausflugsziel für adrenalinliebende Kindern: Payerneland

Nun ein Vorschlag für ein Ausflugsziel mit Kindern, der alle zum Jauchzen bringt: Payerneland! (sorry, liebe Freiburger, das liegt zwar knapp auf Waadtländer Boden, ist aber zu cool, um im Zusammenhang mit Familienausflügen nicht erwähnt zu werden). Es liegt ausserhalb des Städtchens Payerne, 30 Minuten zu Fuss vom Bahnhof Payerne oder in Velodistanz von Estavayer-le-Lac.

Schon von weitem ist klar, für Adrenalin und stundenlange Action ist hier gesorgt. Die Outdoor-Kartingbahn ist über einen Kilometer lang, es gibt Kurven und Rennstrecken vom Feinsten. Bei weniger schönem Wetter fährt man in der Halle, die 900 Meter lange Piste ist der längste Indoor-Kart-Rundkurs Europas. Acht Jahre ist das Minimumalter… und ja, Papa und Mama dürfen mitfahren!

Im Outdoor-Abenteuerpark können die Kleinen (ab vier Jahren) und die Grösseren ihr Klettergeschick auf unterschiedlich schwierigen Seilpark-Routen zwischen den Bäumen beweisen. Es gibt eine Kletterwand mit drei Routen, Salto-Trampoline, den Big Jump, wo man sich 15 Meter in die Tiefe stürzt oder – etwas ruhiger – ein Mini-Jeep-Abenteuer und, und, und.

Der vierte Teilbereich ist der Laurapark für Kinder zwischen zwei und zehn Jahren. Üblicherweise ist das ein Indoor-Spielpark mit viel Fahrzeugen, Hüpfburgen und anderen Bewegungsspielen. In Pandemiezeiten ist dieses Konzept angepasst, und der wilde Spass wird zeitweise ins Freie verlegt. Am besten informiert man sich kurz vor dem geplanten Besuch auf der Website des Payernelandes.

Ein Tipp noch aus Erfahrung: An Wochentagen ist es ruhiger hier, es gibt weniger Wartezeiten, was insbesondere mit kleinen Kindern ein Vorteil ist. 

Schwarzsee, ideal für Ausflüge mit Kindern

Für einen Ausflug mit Kindern tönt „See“ immer gut. Wenn das Ziel Schwarzsee heisst, beginnt in den Köpfen der Kleinen ein Film abzulaufen. Sie stellen sich Baden, Planschen, Boot und Pedalo fahren, einen Spielplatz mit Klettermöglichkeiten und Bräteln vor. Gut also, dass das alles da ist in Schwarzsee! 

Die Phantasie wird weiter beflügelt, denn in Schwarzsee scheinen einige Legenden den Sprung aus den Büchern in die Realität geschafft zu haben. Das heisst, der See ist manchmal wirklich schwarz, man spricht vom Riesen Gargantua mit schmutzigen Füssen, es gibt einen Häxewääg und ein echtes Drachenland!

Häxewääg rund um den Schwarzsee

Den „Häxewääg“ schaffen wirklich alle, deshalb ist das auch ein perfekter Ausflug mit einem Kleinkind. Ein fast immer flacher Kiesweg führt um den idyllischen See, mit einem Abstecher zum Wasserfall, total 4,4 Kilometer. 

Unterwegs gibt es Picknickplätze mit Brätelstellen und Spielplätze, also mindestens zwei Stunden Zeit einrechnen! Sollte ein Baby mit dabei sein: Der Weg ist ideal auch zum Spazieren mit Kinderwagen.  

Damit das keine Familienwanderung, sondern ein Abenteuer mit sieben Erlebnisposten wird, sollte man unbedingt das Häxeset im Tourismusbüro holen.

Was im Häxeset drin ist? Zuerst mal eine kleine Stärkung und ein Getränk… denn vielleicht braucht man spezielle Kräfte für die Begegnung mit der Ankenhexe, der Hutätä und der schwarzen Kuh oder für die Schlangenbeschwörung. Noch wichtiger aber sind die Hilfsmittel, um das nötige Zauberwort herauszufinden. Aber mehr sollte ich hier wirklich nicht verraten … ausser, dass noch ein Rodelbahn-Ticket mit dabei ist.

Baden im Schwarzsee

Und wo baden wir im Schwarzsee? Besonders verlockend ist der Naturstrand ‘Staldenmotta’, aber auch der Badestrand mit dem Holzsteg bei der Gypsera. Hier stechen die Stand Up Paddler – auch mit Kinder-Brettern – und Kanu-Kapitäne in See, und bei der nahen Hostellerie gibt’s Schwan-Pedalos zum Mieten. Wetten, dass auch Ihre Kinder …?

© Jorgenn

Wandern mit Kindern oder anderes auf der Riggisalp

Wandern mit den Kindern lässt sich in Schwarzsee auch ganz gut „verkaufen“, denn am Start und/oder Ziel vieler schöner Spaziergänge oder Touren liegt der neue Drachenland Spielplatz. Und zwar oben bei der Bergstation der Riggisalp-Sesselbahn auf 1490 m.ü.M., gleich beim Restaurant Bärghuus Riggisalp mit der grossen Sonnenterrasse.

Meine Tochter ist 18 und damit natürlich viel zu erwachsen für einen Kinder-Spielplatz. Aber sie schaut doch sehnsüchtig zu dem aus Holz gebauten Drachen in der Mitte, sie findet ihn „süss!“. Gutmütig lässt der Riese zu, dass die Kinder an ihm klettern, rutschen und schaukeln. Und noch viel mehr lockt zu Bewegung, so etwa die Tyrolienne, Holzstege zum Balancieren, Wipptierchen etc.

Nach dem Auspowern können die Kleinen im Sandkasten die Bagger auffahren lassen, graben und bauen. Ob es danach noch zu einer Familienwanderung kommt, ist allerdings unwahrscheinlich. Eher beendet man diesen Ausflug mit Kindern auf den Relax-Liegen oder der Hollywoodschaukel.

Lieber nicht wandern mit den Kindern, aber doch etwas erleben? Wer vormittags bei der Bergstation ankommt, spaziert 10 Minuten bis zur Alp-Schaukäserei Riggisalp. Dort dürfen kleine und grosse Besucher zuschauen, wie der feine Alpkäse produziert wird (täglich von 9.00 bis 11.30 Uhr). Es macht schon Eindruck, wie das Holzfeuer unter dem kupfernen Chessi knistert und der Käser das schwere Tuch heraushebt. Mmmh, so fein! „Danke, Ihr lieben Kühe!“

Fahrspass am Berg

Ins Tal zurück fahren adrenalinliebende Kinder ab zehn Jahren auf Monster-Trottis. Vier Kilometer pure Action, zum Teil auf Kieswegen, und dann ist man zurück am Schwarzsee. Helm auf!

Wem das zu gefährlich ist, flitzt weiter unten mit der Sommer-Rodelbahn bis ins Tal. Da dürfen die Kleinen schon ab sieben Jahren alleine pilotieren.

Juniors auf zwei Rädern

Schwarzsee ist ein Paradies für grosse und kleine Mountainbiker, es gibt 180 Kilometer Routen für jedes Niveau sowie einen Bike-Parcours in Plaffeien sowie die Allwetter-Anlage Bike-Park. Da feilen die Sportsfreunde im Kreise Gleichgesinnter an ihrer Technik. Anfänger lernen die Basis und schauen sich die Tricks der Könner ab. Bikes können in Schwarzsee gemietet werden. Genau das Richtige also für einen aktiven Ausflug mit grösseren, sportlichen Kindern!

Les Paccots: Fast-Geheimtipps für Familienausflüge

Wie man eine Familienwanderung schmackhaft macht

Wandern mit Kindern? In Les Paccots funktioniert das dank des Rezepts: Kleine Kinder, kleine Wanderung, aber viiieel Motivation! Der Gourmetpfad L’Epicurien, auf Deutsch „Pfad der Genussmenschen“, ist eine abwechslungsreiche Rundwanderung, besser gesagt ein Dreigänger in zwei Stunden. Das schaffen auch erlebnishungrige kleine Sportsfreunde.

Aber Achtung: Unbedingt mit gutem Appetit starten! Das Abenteuer beginnt in der Buvette de Rathvel (1265 m) mit einer nicht zu bescheidenen Vorspeise. Von einem Holz-Plättli (eher -Platte!) picken Gross und Klein feine Käse und Fleischspezialitäten. Gestärkt kann der Ausflug mit den Kindern losgehen.

Wir folgen einem Strässchen waldeinwärts und gewinnen langsam an Höhe. Immer mal wieder gibt uns eine Lichtung den Blick frei auf die eindrücklichen Freiburger Bergschönheiten Teysachaux und Moléson am andern Talhang. Bald erreichen wir eine Krete.

© Atelier Mamco

Den Waldrand säumen knorrige, verzaubert wirkende Fichten. Wer sieht zuerst die Gesichter, die sich in ihren Wurzeln, Warzen und seltsamen Verzweigungen verstecken? Ein tief herabreichender grosser Ast lädt zum Schaukeln ein; er hält sogar die Mama!

Nach knapp 1¼ Stunden ist der Gipfel des Niremont (1514 m) erreicht. Der höchste Punkt unserer Wanderung beschert uns ein grossartiges 360°-Grad Panorama! Das Ruhebänklein brauchen wir nicht, die Feuerstelle heute ebenfalls nicht, denn wir haben den Hauptgang des L’ Epicurien selbst heraufgetragen: Fondue aus dem Rucksack!

In einer windgeschützten Grasmulde packen wir aus. Die vier Seitenwändchen des Rechauds sind rasch ineinandergeklickt. Alle weiteren Zutaten sind auch da. Ein praktisches Fondue-Kit, perfekt für den Rucksack! Und das Fondue selbst? Ein Volltreffer! 

Einmal mehr bestätigt sich: FIGUGEGL, Fondue ist gut und gibt eine gute Laune. Mit vollen Bäuchen strecken wir uns im Gras aus … welch schöner Ausflug mit den Kindern!

Danach geht’s in knapp 40 Abwärts-Minuten zurück zum Ausgangspunkt, wo im Ausflugsrestaurant Cabane du Petit Oiseau das Dessert auf uns wartet. Zwar ist niemand mehr hungrig, aber die Meringues mit Greyerzer Doppelrahm schmecken köstlich … doch eigentlich haben die Kleinen jetzt keine Zeit, um am Tisch zu sitzen.

Im Streichelzoo und im Stall warten Kühe, Zwergziegen, Schweine, Esel, Alpakas sowie Kaninchen und Vögel auf Bewunderer und feine Streicheleinheiten. Schweine räkeln sich wohlig an der Sonne, und die frischgeborenen Zicklein machen erste Gehversuche. „Jöh, wie herzig!“, tönt es entzückt, und das nicht nur von Kindern.

Und dann ist da noch der Mini-Zug und der Spielplatz … wie sollen wir hier je wieder wegkommen? Hier der Link zur Rundumsicht via Webcam.

Dieser Ausflug mit Kindern muss reserviert werden: Verkehrsbüro von Les Paccots

Wasser-Themenweg für Kinder

Les Paccots ist ein perfektes Ausflugsziel mit Kindern, der Ort entschleunigt Gross und Klein, aber auf die aktive Art. Also bleibt man besser einen Tag mehr. Hier finden sich weitere Ziele für Ausflüge mit Kindern oder eine Familienwanderung.

Warum nicht einen der spannenden Themenwege rund um Les Paccots entdecken? Ein wenig wandern mit Kindern und spielerisch Neues lernen kann man etwa auf dem Themenweg Rand’eau.

Wir starten beim Parkplatz Les Vérollys unweit des Skilifts Les Joncs. So heisst auch der sehr tiefe und 5000-jährige Bergsee, den wir über einen Holzschnitzel-Weg in wenigen Minuten umrunden. Idyllisch!

Nein, hier dürfen wir nicht baden, der Lac des Joncs ist ein streng geschütztes nationales Amphibienlaichgebiet. Illustrierte Infotafeln geben Auskunft über die wasser- und moorliebenden Bewohner. Einige von diesen sind vom Aussterben bedroht, also unbedingt angewiesen auf Schutzgebiete wie dieses hier.

Verweilen kann man am Seeufer trotzdem, etwa bei den zwei riesigen Gesellschaftsspielen am Wegrand oder beim Picknickplatz. Oder man kehrt jetzt schon ein auf der Terrasse der Auberge du Lac des Joncs. Das Ausflugsrestaurant ist bekannt für regionale Spezialitäten und Käsegerichte, im Sommer zusätzlich für fangfrische Forellen. Und da wären auch noch die Desserts wie Meringues mit Doppelrahm oder … Ok, Kinder, aber zuerst die Wanderung!

Kinderleicht führt der Themenweg Rand’eau über 3,6 Kilometer rund um den Corbetta. Wasser ist allgegenwärtig, so führt der Weg denn auch auf speziell gefertigten Weginfrastrukturen über und durch den Sumpf. Unterwegs informieren neun Posten über das Element Wasser und seine Funktionen.

Wortwörtlicher Höhepunkt ist der Gipfel des Corbetta (1398 m), wo man für die 200 überwundenen Höhenmeter mit einem atemberaubenden Panorama über Genfersee und Bergwelt belohnt wird. Sogar der Mont Blanc zeigt sich manchmal. Hier kann man picknicken … oder direkt das versprochene Dessert im Restaurant beim Start und Ziel anpeilen.

Zurück im Zentrum von Les Paccots stoppen wir bei der Freizeitzone. Zehn riesige Holz-Skulpturen von einheimischen Tieren, ein cooler Spielplatz, Wissensspiele, ein Gehege mit Damhirschen … die Kinder wollen noch lange nicht heimkehren! Wir aber haben super gepunktet mit diesem Familienausflug!

Romont, Hochburg der Glaskunst

Von weitem sieht das Städtchen Romont aus wie eine einzige riesige Burg. Es besetzt quasi einen ganzen runden Hügel (lateinisch = rotundus mons). Und wie im Märchen oder im Science Fiction Film thront auch hier zuoberst und von weither sichtbar ein markantes Schloss. Dorthin führt unser heutiger Tagesausflug mit den Kindern! 

Im Schloss ist das Vitromusée, das Schweizerische Museum für Glasmalerei und Glaskunst, untergebracht. Doch keine Angst, die Glasarbeiten aus vielen Jahrhunderten faszinieren auch Kinder. Vielleicht weil manches so einfach aussieht, dass man es selbst machen könnte. Aber wie?

Das Vitromusée organisiert spezielle Workshops für Kinder, etwa zum Thema Glasmosaik. Da können die Kinder kleine Glas- und Spiegelstückchen zu einem ersten Werk zusammenfügen, -kleben und -gipsen. Die Glaskünstlerin Magali Kocher stellt sicher, dass jedes Kind ein selbstgemachtes Kunstwerk mit nach Hause trägt. Ein einmaliges und persönliches Souvenir an diesen Familienausflug nach Romont! 

Familienfreundlicher Glasrundgang Vitroparcours

Die Region um Romont gilt als Land des Glases und der Glasmalerei. Man blickt hier auf eine lange Geschichte mit Glas zurück. Kunst, Industrie, Innovation: Glas in all seinen Formen prägt die Region bis heute. Ein lehrreicher Glasrundgang mit acht coolen Posten beleuchtet spielerisch das Thema.

Dabei geht’s über mittelalterliche Stadtmauern und auch in den Schlosshof. Man erfährt viel über die Geschichte des Materials Glas, über die Arbeit mit dem durchscheinenden Zauber, Kunst mit Glas, Farben, Transparenz und Licht, aber auch über Recycling etc. Spannend für die ganze Familie!

© Pascal Gertschen

„Herr der Ringe“, inspiriert von Romonts Kirche

Und noch ein Tipp, der insbesondere die grösseren Kinder faszinieren dürfte: Ein Augenschein in der ehrwürdigen gotischen Stiftskirche Notre Dame de l’Assomption ist dringend angesagt. Kids und Kirchenbesichtigung, soll das ein Witz sein?

Nein, denn nebst wunderschönen Glasfenstern gibt’s hier einen Link zu einem populären Superstar: John Howe, Kreativdirektor des weltbekannten Filmes „Herr der Ringe“, liess sich von den Monster-Skulpturen des Chorgestühls inspirieren. Wer hätte gedacht, dass die Wurzeln von Tolkiens fantastischer Welt bis nach Romont reichen? Cool zum Weitererzählen!

Tipp für den zweitägigen Ausflug mit Kindern: Schlafen in den Bäumen

Unweit von Romont gibt es ein Biwak in den Bäumen (Bivouac dans les arbres). Dieses besteht aus speziellen Zelten, welche in den Nadelbäumen am Ufer des Flusses Glâne aufgespannt sind. Ein paar Meter über dem Waldboden zu schlafen, wird diesen Familienausflug garantiert unvergesslich machen!

© Mélanie Rouiller

Wie das so ist? Meine Kollegin hat es erlebt und ist begeistert: „Über eine Holzleiter erklettert man sein Biwak in den Bäumen. Die Düfte des Waldes und die natürliche Beleuchtung sorgen für ein einmalig magisches Ambiente. Damit Ihr das Erlebnis ganz individuell geniessen könnt, stehen in der Nähe der Baumbiwaks Picknick-Plätze und Feuerstellen bereit, also bringt etwas zum Essen mit. Frühstück ist im Übernachtungspreis inbegriffen. Wer doch etwas mehr Komfort wünscht, mietet einen Wohnwagen.“

Lust auf ein ganz einzigartiges Barfuss-Erlebnis? Auf demselben Areal gibt es die geführte Exkursion Le Pied Total.

La Gruyère, bekannt auch als Greyerzerland

Maison Cailler, das süsseste Ausflugsziel für Familien

Ein Ausflug mit Kindern im Greyerzerland? Wer denkt da nicht zuerst an die Schokoladenfabrik Maison Cailler in Broc, die süsseste Attraktion der Westschweiz? Insbesondere auch ein Muss, wenn Freunde oder Familie mit Kindern aus dem Ausland zu Besuch sind. Um Wartezeiten und herbe Enttäuschung zu verhindern muss man den Besuch unbedingt frühzeitig online reservieren!

Maison Cailler
© Nestlé

Wie in einem Flughafen wird uns ein Zeitfenster zugewiesen zum Einchecken zum interaktiven Rundgang in der gewünschten Sprache. Mit umgehängtem Audio-Guide betreten wir den ersten Raum und befinden uns im mexikanischen Dschungel, wo Eingeborene schon zu präkolumbianischen Zeiten Kakao kultivierten und die edlen Bohnen gar als Zahlungsmittel verwendeten.

Dann geht die Geschichte weiter, eine gute Stunde lang lassen wir uns durch Raum und Zeit treiben, sind bei den heutigen Kakao-Produzenten an der Elfenbeinküste, auf dem Greyerzer Bauernbetrieb mit den Milchkühen und schwupps, in der Schokoladenfabrik von Cailler.

Das Highlight dieses Ausflugs mit den Kindern kommt näher. Irgendwie hat es sich herumgesprochen, dass im letzten Raum alle Schokolade- und Pralinenkreationen zum Probieren aufliegen. Feinste Cailler-Schoggi à discrétion!

Wenn die Kinder über sechs Jahre alt sind, kommt auch ein Schokoladen-Workshop in Frage. In gut 1,5 Stunden lernt man von erfahrenen Chocolatiers viel über diese feine Masse und die unzähligen Möglichkeiten, diese in Pralinen, in eine Form oder ein ganz kreatives Kunstwerk zu verwandeln. Schlecken erlaubt! Wir waren kurz vor dem Muttertag dort, die Kids hatten riesig Freude am Basteln verführerisch-duftender Geschenke fürs Mami und Grossmami.

Das Maison Cailler ist insgesamt eine kinderfreundliche Adresse, etwa für ein paar vergnügliche Momente auf dem Spielplatz, ein spannendes Escape Game im historischen Bahnwagen oder zum Feiern eines Kindergeburtstages. 

Gruyères mit Schloss und HR Giger Bar

Ein weiteres tolles Ausflugsziel mit Kindern ist das mittelalterliche Städtchen Gruyères. Von weitem sieht das aus wie eine Märchenkulisse. Natürlich besichtigen wir als erstes Schloss Gruyères mit seiner 800jährigen Geschichte. Dort macht Chalamala, der Hofnarr der Grafen von Greyerz, seine 20minütige Multimedia-Einführung.

Dann dürfen wir los, die imposanten Innenräume und den Rittersaal, die Türme, Befestigungsmauern und den prachtvollen Garten entdecken…. Eine Zeitreise vom Feinsten. Das Bauwerk mit seiner Geschichte, die Kunstwerke aus vielen Epochen und die Ausblicke in die Freiburger Voralpen, der Besuch von Schloss Gruyères ist ein grossartiges Erlebnis!

Nach dem Schlossbesuch bummeln wir durch das malerische Mini-Städtchen zur HR Giger Bar. Im Gewölberaum, der bis hin zum Mobiliar und kleinsten Detail aus Schädeln und Knochen zu bestehen scheint, tauchen wir ein in die Welt des Alien-Schöpfers Hans Ruedi Giger. Schon ein wenig gruselig hier! Die Kinder äussern sich begeistert, grinsen und witzeln, halten sich aber ganz schön am Süssmost-Glas fest.

Gegenüber der HR Giger Bar liegt das HR Giger Museum, ein Mekka für Alien-Fans aus aller Welt. Dieses lassen wir bei diesem Ausflug mit unseren Kleinen aus, die ausgestellten Skulpturen und Bilder sind nicht alle ganz kindgerecht.

Charmey Aventures

Ist ein Ausflug mit Kindern zum richtig Dampfablassen gefragt? Charmey Aventures lockt mit abenteuerlichen Freiluft-Erlebnissen in den Wald oberhalb von Charmey. Die Bergbahn ist Zubringer, u.a. für das Tal der Seilrutschen. Bei der Bergstation Vounetse erwartet uns der Guide, sammelt sein Grüppchen und erteilt die Anweisungen.

15 Seilrutschen mit bis zu 300 Metern Länge stehen uns bevor. D.h. den Kindern, ich rette mein Gesicht mit der Aussage, dass ich vom Wanderweg aus besser fotografieren könne. Es geht über Baumwipfel und Alpen, mit luftiger Aussicht weit in die Freiburger Voralpen, Jubelschreie ertönen. Dieser Ausflug ist für Action-liebende Kinder (über 11 Jahre) und Juniors das Nonplusultra. Und ich liebe den Waldboden!

Bei der Mittelstation ist Ende der Drahtseile. Hier findet man den Abenteuer-Park, der einen Kletterpark mit vielen Routen, auch schon für kleinste Kinder, eine Kletterwand (ab 4 Jahren) und Mutproben namens Quick Jump (ab 12 Jahren) und Power Fan umfasst. Wir lassen das und sausen mit den Trottinetts bis ins Tal.

Moléson, der Freizeitberg für alle

Einen coolen Ausflug mit Kindern verspricht der Fun Park im Dorf von Moléson-sur-Gruyères. Schussfahrten mit der Sommer-Rodelbahn (allein fahren ab 8 Jahren) oder Bergkarts (ab 1,40 Meter Körpergrösse) eignen sich zudem gut als Belohnung nach der Familienwanderung. Mit kleineren Kindern vergnügt man sich bei der Buvette du Minigolf, wo u.a. eine Hüpfburg aufgebaut ist.

Ein Hauptstadt-Ausflug mit Kindern?

Stadtgolf Freiburg/Fribourg

Es macht auch Kindern viel Spass, eine unbekannte Stadt zu entdecken. Ein für alle cooler Ausflug mit Kindern ist der Stadtgolf-Parcours in Freiburg/Fribourg. Eltern sollten dabei nicht von Stadtbesichtigung sprechen, sondern von Minigolf-Turnier durch die Altstadt. Das tönt nach Spiel und Spass … und ist es auch.

Schläger, Ball und Plan der 18 Löcher sind am Schalter von Freiburg Tourismus erhältlich, dann geht’s los zum Posten 1. Dieser ist beim Funiculaire, so heisst die über 100-jährige Standseilbahn, die uns zur Unterstadt bringt und die mit dem Abwasser der Stadt funktioniert … Was? Schon sind die Kinder ganz Ohr. Und es geht weiter mit Stadtgolf via Mittelalter, Röstigraben und über zig Brücken.

Man bleibt dran, solange man Lust und Zeit hat, dann wird abgerechnet. Gut möglich, dass die Kleinen diese Partie gewinnen! Aber die Eltern haben auch gepunktet, denn diese Stadt(psst … besichtigung) ist wirklich cool. Stadtgolf ist eine tolle Idee für einen Familienausflug … das haben auch andere Städte verstanden und die Freiburger Pioniere kopiert.

Schwimmbad La Motta

An einem heissen Tag geht ein Familienausflug auch in Freiburg nicht ohne eine Erfrischung im Wasser. Da ist das Freibad La Motta genau richtig. Auf dem Rücken schwimmend schaut man zur Altstadt mit der Kathedrale oder zu den bewaldeten Steilwänden des Saanegrabens hinauf. Ein bisschen fühlt man sich wie in einem alten Film. Ja, das Bad aus dem frühen 20. Jahrhundert gilt als nationales Kulturgut.

Begehbare Stadtbefestigungen

Ein Ausflug mit Kindern durch die Stadt Freiburg/Fribourg ist nicht komplett, solange die Eroberung der 900 Meter begehbaren Stadtmauern mit einem Bollwerk und insgesamt 11 Türmen nicht vollzogen ist. Da sind die Jungritter und edlen Burgfräuleins ganz im Element.

Zwischen 9.00 und 19.00 Uhr (Mai bis November) sind die Anlagen dieses wichtigsten mittelalterlichen Architektur-Ensembles der Schweiz frei und kostenlos zugänglich. Wer mag, holt sich im Tourismusbüro einen Plan zum Rundgang mit Infos zu den einzelnen Bauten. Man folgt einfach den blauen Klebern … oder nutzt die kostenlose App „Fribourg Tourisme AR“ aus dem App Store oder Android Market.

Ein wenig trittsicher sollte man für den Besuch der Stadtbefestigung schon sein, besonders bei Regenwetter sind die jahrhundertealten Steine manchmal rutschig. Und mit Kinderwagen kommt man hier nicht weit.

Natur in der Stadt

Alte Mauern, Kopfsteinpflaster und Asphalt machen müde. Unterbrechen wir unseren Ausflug mit Kindern im Grünen! Der Botanische Garten Freiburg liegt auf dem Gelände des Universitätscampus Pérolles hinter dem Naturhistorischen Museum (auch das ein sehr empfehlenswertes Ziel für einen Familienausflug).

© Switzerland Tourism / Andre Meier

Der Garten ist systematisch aufgebaut und nach Ökosystemen geordnet. Ein Plan schafft Übersicht. Nummer 7, das Alpinum, ist den Schönheiten der Freiburger Voralpen gewidmet. Viel exotischer geht es in den Schauhäusern zu und her, da gibt’s tropischen Regenwald, tropische Nutzpflanzen und Kakteen, Sukkulenten und Co aus Trockengebieten rund um den Globus.

Noch ein Tipp betreffend Nachbarschaft: Gleich neben dem Botanischen Garten befindet sich das Fabrikgebäude von Chocolat Villars mit dem hauseigenen Café und Shop. Einen süssen Abstecher wert! (Öffnungszeiten beachten)

Fischen im Gottéron-Tal

Zuletzt noch mein persönlicher Tipp. Wenn ich heute meine Kinder frage, was ihnen am besten gefallen hat bei ihrem Besuch in Freiburg vor acht Jahren, kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen: „Das Fischen der Forellen!“. Möglich ist das nach einer kurzen Familienwanderung vom Rand der Altstadt ins mystisch-schöne Gottéron-Tal hinein, bei der Fischzucht von Jacques Bossy.

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