Gustav Akademie, der Freiburger Leuchtturm der Zweisprachigkeit

Kategorien
Teilen
© Switzerland Tourism / Silvano Zeiter

Gustav, der Sänger und seine Akademie

Pascal Vonlanthen (1975), alias Gustav, ist ein Freiburger Musiker, Sänger und Coach für junge Musikschaffende. Ganz besonders bekannt ist er für seine Verdienste in Sachen Förderung der Zweisprachigkeit in der Schweiz.

Seit 1998 hat Gustav mehrere Alben im Studio produziert und sich insbesondere dank seiner Konzerte schweizweit einen Namen geschaffen. Gustav gab sein Bühnen-Debüt im Freiburger Musikclub Fri-Son. Mit einem zwanzigköpfigen Amateur-Orchester namens „Das Kummerorchester“ präsentiert er dort 18 Chansons. Diese hatte er alle selbst komponiert, geschrieben und orchestriert.

Live-Auftritte führten ihn aus Freiburg hinaus auf die grossen Schweizer Bühnen wie etwa Paléo, Gurtenfestival, Open Air St. Gallen, Montreux Jazz Festival und Open Air Gampel.

Erstes zweisprachiges Album

Schon sein erstes Album „Gustav & das Kummerorchester – die Erste“ weist unmissverständlich auf seine Verbundenheit mit der Region hin, allein der Titel „Fribourg mon amour“ sagt alles. Ab seinem zweiten Album, „Gegen Süden – Vers le sudsingt Gustav erstmals auf Französisch sowie auf Deutsch und Schweizerdeutsch, und zwar im Sensler Dialekt.

Dieser Vorstoss in Richtung kulturelle Öffnung stellt einen Wendepunkt in Gustavs künstlerischen Karriere dar, waren zu diesem Zeitpunkt mehrsprachige Interpreten doch noch eine Ausnahmeerscheinung. Letztendlich sollte aber genau dies sein Markenzeichen werden und ihn in die Rolle eines Botschafters der Zweisprachigkeit oder gar Mehrsprachigkeit hineinführen.

Musik und Sprachen

Seit 2012 besucht Gustav Schulen in der Schweiz, um dort sein Programm „Gustav à l’école“ zu präsentieren. Während dieses Musikkurses können Kinder 20 Instrumente ausprobieren, sie singen, spielen und tanzen zu den Chansons von Gustav. Dabei lernen sie – fast nebenbei und auf spielerische Art und Weise – ein paar französische Ausdrücke.

Im 2010 erscheint sein sechstes Album „666“ und alle älteren Aufnahmen bei der Universal Music Group. Im selben Jahr gewinnt Gustav den „Kampf der Chöre“, eine vom Schweizer Fernsehen SRF produzierte Musikshow. Das folgende Doppelalbum „Gustav – Trésors & Trouvailles“ schafft es auf den zweiten Platz der Schweizer Hitparade. Gustav ist zudem Autor der offiziellen Hymne des Schweizer Fernsehens für die Europameisterschaften von 2016 „Tous Ensemble“.  

La Gustav, die Akademie für junge Musiktalente

Pascal Vonlanthen ist der Gründer und Inhaber der Cultur Manufactur, welche jedes Jahr die „La Gustav – Akademie für aktuelle Musik“ plant, organisiert und leitet. Seit 2018 offeriert die Gustav Akademie 18- bis 26-jährigen Musiktalenten aus der Westschweiz, dem Tessin und der Deutschschweiz ein Jahr ausserschulische Weiterbildung. Ziel ist es, diese zu motivieren, ihnen ein Sprungbrett zu bieten und sie in ihrem Musikschaffen professionell zu unterstützen.

„Meine Akademie geht weit über die Musik hinaus!“ erklärt Pascal Vonlanthen zu Recht. Während der einjährigen Aus- und Weiterbildung können die Jungtalente ihre künstlerischen Fähigkeiten verbessern, sich aber auch mit Strategien und Herausforderungen des Show Business vertraut machen.

Mit der Akademie gibt Gustav sich selbst die Mission, junge Schweizer Musikerinnen und Musiker auszubilden und sie in ihrer künstlerischen Karriere zu unterstützen. Zahlreiche Akteure aus Kulturkreisen sind involviert: Professionelle Musikschaffende, Techniker, Promotoren, Clubs und Festivals. Diese Vernetzung verschafft den jungen Musiktalenten beispielsweise Autorenrechte oder Verträge für Aufzeichnungen.

Wer eine Musik-Karriere anstrebt, muss sich verkaufen können. Den Fehler, dies zu unterlassen, darf sich niemand erlauben, der im hart umkämpften Musikbusiness den Durchbruch schaffen will.

Nebst dem Vermitteln seiner Kenntnisse als Musiker baut Pascal Vonlanthen auch kulturelle und sprachliche Brücken. Während eines Jahres arbeiten je zehn Teilnehmende aus der Deutsch- und der Westschweiz zusammen und teilen ihre jeweiligen musikalischen Universen miteinander.

Just die Differenzen, welche im Schweizer Alltag manchmal Schwierigkeiten auslösen, werden in der La Gustav zur wahren Bereicherung. Beim gemeinsamen Entwickeln von Klang, Melodien und einem freien, zwanglosen Austausch wird die andere Sprache rasch und erstaunlich einfach zugänglich.

Brillante Schüler der La Gustav

Gjon, ein ehemaliger Schüler der La Gustav Akademie, hinterliess schon 2019 einen starken Eindruck in der TV-Sendung The Voice France. Im 2021 ersang er sich im Eurovision Song Contest den dritten Platz, und das vor 180 Millionen Fernsehzuschauerinnen und -zuschauern. Gjon verfolgt inzwischen eine internationale Karriere. Er lebt in Paris und hat einen Vertrag unterzeichnet mit dem Label Jo & Co, wie etwa auch Hoshi oder Doria D und andere junge Musikschaffende.

Der talentierte Rapper Yannik Oppliger aus Murten, alias Cinnay, ist ebenfalls vielversprechend unterwegs, genauso wie das Elektro-Absurdo-Punk-Duo Crème Solaire (Rebecca Solari et Pascal Stoll). Die beiden Freiburger Musiktalente mit Wurzeln auch in der Deutschschweiz und im Tessin, also 100% Swiss made, haben sich mit ihren mehrsprachigen Parolen einen schönen Platz auf den alternativen Schweizer Bühnen verdient.

Interview mit Pascal Vonlanthen, alias Gustav

© Switzerland Tourism / Silvano Zeiter

Woher stammt Ihr Titel als Botschafter der Zweisprachigkeit?

Diese Rolle habe ich nicht gesucht. Ich begann, in beiden Sprachen zu singen, weil ich wollte, dass meine Freunde aus der Deutschschweiz und aus der Romandie meine Konzerte besuchen und mich auch verstehen. Damals war ich mehr oder weniger der Einzige, der dies tat. Anfänglich war die Zweisprachigkeit also keine bewusste Entscheidung, aber jetzt engagiere ich mich wirklich für Projekte mit kulturellem Austausch.

Wie kommunizieren die Schülerinnen und Schüler der Gustav Akademie miteinander?

Die Studierenden sprechen Deutsch, Französisch und kommunizieren problemlos auch auf Englisch. Man zwingt niemanden, eine andere Sprache als die eigene zu sprechen, wir sind keine Sprachschule. Wir setzen in erster Linie auf Austausch, und durch die Musik erhalten sie viel von der Kultur der anderen. Wenn an der Gustav Akademie auch zahlreiche Sprachen zu hören sind, ist es doch die Musik, die man teilt, an der man arbeitet und die eine Annäherung der Kulturen mit sich bringt.

Welche Sprache entspricht der Vorliebe junger Sängerinnen und Sänger?

Die Schülerinnen und Schüler neigen zu Beginn oft dazu, auf Englisch zu singen, das gibt so etwas wie „Yoghourt anglais“. Das ist normal, Englisch ist sehr musikfreundlich, aber wir motivieren sie dazu, in ihrer eigenen Sprache zu singen. Das erlaubt ganz klar mehr Tiefe im Songtext und mehr Echtheit punkto Emotionen. Wenn sie manchmal ihre Muttersprache, beispielsweise Albanisch, mit Französisch oder Deutsch mischen, kann das die Musik nur bereichern.

Gibt es Song-Themen, die sich besser auf Deutsch oder auf Französisch eignen?

Nein, man kann jedes Thema in jeder Sprache ausdrücken. Ein Beispiel: Eine junge Zürcherin getraute sich nicht, Schweizerdeutsch zu singen. In der Gustav Akademie erhielt sie die nötige Ermutigung, den Versuch zu wagen. Das Resultat ist sehr berührend, denn ihre Texte haben nun viel mehr Gewicht im Song, und damit mehr Bedeutung.

Deutsch ist weniger melodiös als Französisch, aber jede Sprache hat ihre Stärke. Wir dienen als Sprungbrett, als Türöffner, wir schlagen eine Richtung vor, aber es sind die Sängerinnen und Sänger selbst, die den Schritt wagen müssen. Man darf sagen, zwischen 18 und 25 ist der Geist noch geschmeidig, und es ist daher der richtige Moment, vielleicht Gewohnheiten zu verändern und die eigene Identität zu suchen. Wir unterstützen aktiv Werte der Offenheit und motivieren zum Ablegen von Vorurteilen. Die Musik öffnet den Geist.

Erhält die Zweisprachigkeit im Kanton Freiburg genug Wertschätzung und Unterstützung, oder könnte man mehr machen?

Ich halte es für einen Fehler, das Erlernen einer Sprache erzwingen zu wollen. Zwang führt nie zu guten Resultaten. Es braucht coole Projekte mit zweisprachigen Akteuren und von Anfang an zweisprachiges Denken. Die Gustav Akademie ist ein gutes Beispiel für erfolgreiche Zweisprachigkeit. Mit je zehn deutsch- und zehn französischsprachigen Schülern schaffen wir eine gute Dynamik. Im Zentrum steht allerdings die Musik, nicht die Zweisprachigkeit, und darum funktioniert’s. Ich denke, dieses Prinzip kann auch in anderen Bereichen unserer Gesellschaft funktionieren.

Wie könnte man die Kommunikation in der jeweils anderen Sprache zugänglicher machen?

Man muss die Menschen mehr vermischen, genau wie man das fürs Freiburger Fondue moitié-moitié macht (lacht)! Ich finde, wir sollten stolzer sein auf unsere Mischung und darauf achten, dass bei allen grossen Projekten des Kantons der Aspekt der Zweisprachigkeit mitschwingt.

In der Musik ist es klar: Das Zusammentreffen von Menschen aus verschiedenen Teilen der Schweiz und anderswo bereichert das Ensemble. Zusätzlich profitieren alle von einem grösseren und spannenderen Netzwerk. Wer als Sängerin oder Musiker fern der Heimat auftritt, erhöht damit die Chancen, den Durchbruch zu schaffen.

Zweisprachig zu werden, ist meiner Meinung nach einzig mit immersivem Schulunterricht möglich. Zuerst bräuchte es aber eine offizielle Hauptstadt der Zweisprachigkeit. Das würde eine wichtige Botschaft aussenden. Aber man kann nichts erzwingen. Veränderungen müssen von innen herauswachsen.

Eine letzte Frage: Kann jemand mit französischer Muttersprache überhaupt den Sensler Dialekt lernen?

Die wohl ultimative Herausforderung! Man muss sehr jung beginnen! (lacht)

Zweisprachigkeit wird in Freiburg unterstützt

Deutsch und Französisch sind die offiziellen Sprachen Freiburgs. Der Kanton unterstützt das Verständnis, ein gutes Einvernehmen und den Austausch zwischen den kantonalen Sprachregionen. Zu diesem Zweck wird alljährlich am 26. September ein Tag der Zweisprachigkeit organisiert.

Der Tag der Zweisprachigkeit

Im Jahr 2015 hat der Freiburger Grosse Rat auf eine Initiative des Jugendrats hin den Tag der Zweisprachigkeit institutionalisiert, und zwar zeitgleich mit dem Europäischen Tag der Sprachen am 26. September.

Aktuelles und alle Initiativen zugunsten der Zweisprachigkeit im Kanton Freiburg sind über eine Plattform zugänglich: fri2frei.

Ein Label für die Zweisprachigkeit

Unternehmen und Organisationen, welche Massnahmen zugunsten der Zweisprachigkeit implementieren, können das Label für die Zweisprachigkeit erhalten. So wie etwa das Handelsregisteramt des Kantons Freiburg, welches das Label schon im 2014 erhalten hat. Das sind ermutigende Zeichen für eine bessere Integration kultureller Minderheiten im Kanton. So erlangte im 2020 auch das Amt für institutionelle Angelegenheiten, Einbürgerungen und Zivilstandswesen (IAEZA) des Kantons Freiburg diese Zertifizierung.

Das Label für die Zweisprachigkeit ist eine Auszeichnung, die sich mit der ISO-Zertifizierung einer Organisation aufgrund eingehender Expertise vergleichen lässt. Es attestiert, dass ein Unternehmen die Zweisprachigkeit sowohl gegenüber seinen Partnern als auch beim eigenen Personal kultiviert. Die Qualität der Zweisprachigkeit wird auf drei Ebenen gemessen: Dienstleistungen und Kommunikation gegen aussen, sprachliche Zusammensetzung und Sprachkompetenzen der Mitarbeitenden, betriebsinterne Kommunikation und Sprachkultur des Amtes.

Geschichte der Zweisprachigkeit

Die Frage der Sprachen im Kanton Freiburg ist nicht immer eine wolkenlose Angelegenheit. Immer wieder kommt es zu unliebsamen Störungen, welche in der Geschichte des Kantons wurzeln. „Kulturelle Vielfalt und Mehrsprachigkeit einer Gesellschaft sind kostbare Schätze. Diese gilt es mit aller Entschiedenheit zu schützen gegen die Bedrohungen einseitiger Diskurse und den Einfluss monokulturellen Gedankenguts, respektive Befürwortung von Einsprachigkeit“, erklärt der Freiburger Historiker und Politiker Bernhard Altermatt in einem Gespräch mit viceversalitterature.ch, einer dreisprachigen Plattform für die Schweizer Literatur.

„Mitte des 20. Jahrhunderts lebte Fribourg/Freiburg, zweisprachig seit seiner Gründung im Jahr 1157, seine historische Zweisprachigkeit sehr ungleich. Seit den politischen Umwälzungen Ende des 18. und anfangs des 19. Jahrhunderts litt die deutschsprachige Gemeinschaft unter der Diskriminierung und Machtlosigkeit, wie es Minderheiten häufig ergeht. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurden ersten Vertretern der deutschsprachigen Minderheit und der französischsprachigen Mehrheit die historische Zweisprachigkeit bewusst, und damit auch, wie schwach diesem identitätsstiftenden Merkmal ihres Kantons Rechnung getragen wurde. (Auszug aus der Publikation Die Politik der Zweisprachigkeit im Kanton Fribourg/Freiburg (1945-2000) von Bernhard Altermatt).

Die Zweisprachigkeit in Zahlen

Zusammen mit Bern und Wallis gehört Freiburg zu den drei offiziell zweisprachigen Kantonen der Schweiz. Gemäss Zahlen von 2016 ist die Bevölkerung des Kantons Freiburg zu 68% französischsprachig und zu 27% deutschsprachig. Die wichtigsten anderen Sprachen sind in der Reihenfolge ihrer Verbreitung: Portugiesisch (8.2%), Englisch (3.6%), Albanisch (2.6%) und Italienisch (2.5%).

Die zwei Bezirke mit dem höchsten Anteil Deutschsprachiger sind der Sensebezirk (90.6%) und der Seebezirk (63.9%). Die fünf weiteren Bezirke des Kantons sind überwiegend französischsprachig. Hervorzuheben ist das Dorf Jaun, die einzige deutschsprachige Gemeinde des Greyerzbezirks.

Gemäss einer Erhebung im Jahr 2000 zählt die Kantonshauptstadt Freiburg/Fribourg 63% Französischsprachige und 29% Deutschsprachige. Auch wenn die Mehrheit der Bevölkerung hier nicht zweisprachig ist, koexistieren die beiden Sprachen doch einvernehmlich.

Eine Greyerzer Ausnahme

Jaun ist das einzige deutschsprachige Dorf im Greyerzbezirk. Seine sprachliche Identität verdankt es der Geschichte der Region. Als Bern im 16. Jahrhundert protestantisch wurde, zogen die Einwohner, welche katholisch bleiben wollten, ins Jauntal.  

Als um 1870 die Strasse Richtung Broc gebaut wurde, nahm der Austausch mit dem französischsprachigen Gebiet zwar stark zu. Aber die Einwohner von Jaun haben ihre eigene Sprache stets behalten.

Der Dialekt von Jaun heisst „Jùutütsch“ oder „Jaundeutsch“. Er zeichnet sich durch eine speziell reiche Phonetik aus, umfasst er doch 21 Konsonanten und 23 Vokale mit zahlreichen Diphtongen oder Doppellauten.

© Franck Auberson

Sensebezirk

Deutsch ist die offizielle Sprache des Sensebezirks, und das Senslerdeutsch (Seislertütsch) der Alltags-Dialekt der Einwohner dieser Freiburger Region. Das Seislertütsch lebt: Wer etwa in der Gegend von Schwarzsee einen Spaziergang unternimmt, wird das bestimmt zu hören bekommen.

Die Workshops (Spraach isch Lääbe) des Senslermuseums in Tafers spielen eine wichtige Rolle punkto Erhalt dieser regionalen Sprache. Mit Hilfe des Schriftstellers und Dialektologen Christian Schmutz verbreitet das Museum auf seinem Instagram-Profil regelmässig und auf spielerisch-informative Art und Weise eine Perle aus dem Sensler Wortschatz. Entdecke dort etwa das Seisler-Wort des Monats und brilliere beim nächsten Besuch am Schwarzsee mit ungeahntem Wissen!

Christian Schmutz präsentiert Senslerdeutsch auch in zahlreichen Videos und wirkt bei den regelmässigen Theateraufführungen auf Senslerdeutsch mit – das Theater Hintercher ist eingetragen im „Inventar der Lebendigen Traditionen im Kanton Freiburg„.

Auch der Youtuber Maelo erteilt eine kleine humoristische Lektion in Senslerdeutsch, was zum Verständnis allerdings gute Deutschkenntnisse voraussetzt. 

© Fribourg Region / Nicolas Schmid

Das Bolze der Freiburger Unterstadt

Die Zweisprachigkeit ist auch in der Altstadt von Freiburg fest verwurzelt. Das Bolze ist ein fröhlicher Mix von Französisch und Senslerdeutsch. Das Auquartier (Quartier de l’Auge) ist nach dem Burgquartier eines der ältesten Quartiere der Stadt und die Wiege des Bolze-Dialektes. Die Saane, welche die Unterstadt durchfliesst, fungiert dabei als Sprachgrenze, wenn man das so sagen darf.

Die Freiburger der „La Haute“, gemeint sind die Bewohner der Neustadt auf den steilen Klippen über dem linken Saane-Ufer, sprechen hauptsächlich Französisch. Wer in der Unterstadt, der „La Basse“ und insbesondere in den Quartieren rechtsseitig des Flusses lebt, konversiert eventuell noch im Bolze-Dialekt.

Die ausgewiesene Bolze-Spezialistin Françoise (Fränzi) Kern-Egger, Mitglied der Freiburger Schriftsteller-Gesellschaft, erklärt alles in diesem Video.

Kleiner Ausflug – grosse Reise

Die Region Freiburg lässt sich perfekt per Velo oder zu Fuss entdecken. Die landschaftliche Vielfalt lädt zu einem kontrastreichen Aufenthalt, zu abenteuerlichen, erholsamen oder genussreichen Erlebnissen… und das ist noch nicht alles!

Die Zweisprachigkeit im Kanton Freiburg birgt auch eine gute Portion Exotik. Die unterschiedlichen Dialekte in Murten, im Sensebezirk, in Jaun oder in der Unterstadt von Freiburg geben den Besuchern das Gefühl einer grossen Reise auf kleinem Gebiet.

Schon im Quartier nebenan, auf der anderen Seite des Passes, ja sogar von einem Chalet zum nächsten verändert sich die Sprache. Eine neue Melodie versetzt uns in eine ganz anders klingende Wirklichkeit. Lassen wir uns von diesem erstaunlichen Klangreichtum überraschen!

Schreiben Sie den ersten Kommentar

Einen Kommentar verfassen

Kategorien
Teilen

Beliebte Artikel

Moléson, der Freizeitberg

grande cariçaie

Naturschutzgebiet Grande Cariçaie

Mont Vully – mein Vully

Lac Morat

Die Murtensee-Schifffahrt inspiriert

Alpkäserei Gantrischli Schwarzsee

Erlebnisse im Naturpark Gantrisch

gastro-küche

Wo Freiburg’s Gastroszene neue Trends setzt

käserei

Familienbesuch in der Alp-Käserei

Nichts verpassen?

Erhalten Sie alle neuen Artikel direkt per E-Mail